Die letzten Strahlen der Nachmittagssonne erleuchten den Eingang der Bibliothek in Arrowtown.  Auf einem klapprigen Rollwagen stapeln sich Bücher und Magazine für einen Dollar. (0,64 €). Ich wühle mich durch ausrangschierten Schätze, die grünen Baumkronen wippen gemächlich im Wind und ich könnte mir keinen schöneren Empfang in der ehemaligen Goldgräberstadt vorstellen. Ich ziehe ein 300-seitiges, in Plastik eingeschlagenes Buch hervor. Auf der Rückseite klebt ein ausgeblichenes Schild, das in blauen Stempeln die Rückgabedaten der letzten Leser dokumentiert.

Auf dem Titel greift ein Junge verängstigt die Hand, die aus einem hellblauen Wollmantel ragt.

Amanda Hodgkinson: 22 Britannia Road

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Ein Roman über den 2.Weltkrieg, indem eine zerrissene polnische Familie nach 6 Jahren in Ipswich, England wieder zusammenfindet.
Großartig geschriebener Erstling der Autorin, der einen in die Welt von Silvana, Aurek und Janusz einsaugt. Eine Reise durch Warschau, die polnischen Wälder, Frankreich und England. Herzzerweichend und herzzerreißend.

Erster Satz:
The boy was everything to her.

Letzter Satz:
He opens his mouth and begins to sing.

Klapptext:
War changes us all, and sometimes we no longer recognise ourselves. ‚Housekeeper or housewife?‘ the soldier asks Silvana as she and eight-year-old Aurek board the ship that will take them from Poland to England at the end of the war, to Janusz, her husband. But she isn’t sure any longer that she is a wife of any kind or whether she has a house. After living wild in the forests for years, carrying a terrible secret, all Silvana knows is that she and Aurek are survivors.

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