Wir wollen wandern gehen, tagelang durch kleine Bergdoerfer laufen und unberuehrte Naur sehen. Wir sitzen auf einem Truck mit zwei Sitzbaenken auf der Ladeflaeche, neben mir sitzt eine Grossmutter mit ihrem Enkel, der stolz ein Spielzeugauto in der Hand haelt und die 16-jaehrige Emily, die komplett in pink gekleidet ist und eifrig ihr Englisch ueben moechte.

Das Englisch an sich ist eine sehr unterhaltsame Angelegenheit, die ganze Welt spricht englisch, doch ueberall verschieden. Wir halten in einem kleinen Dorf mit 9 Huetten und 3 Strassenrestaurants. >What do you want, sister?< Ich denke ich habe mich verhoert, hat sich mich gerade Sister genannt?

In Sekundenschnelle wird mir ein typisches Fruehstueck serviert. Instant-Nudeln, Chilisauce, frittierter Tofu, Koriander und starker Tee im Myanmar Rum Glas.

Das Englisch hier erinnert mich an einen amerikanischen Gospelchor, jeder Satz endet tatsaechlich mit Sister. Whats your name, sister? Where are you from, sister? How are you, sister? Have a save trip, sister!

Nur ein kleines Wort, aber ich fuehle mich sofort verbunden mit all meinen burmesischen Schwestern. Wer ihnen das wohl beigebracht hat? Wir besteigen den Truck, Emily bindet ein pinkes Handykettchen an ihr Samsung und steigt als Erste aus.  >See you later, sister!>

Advertisements