Cheng Eang ist so bezaubernd während er versucht  uns über den Tisch zu ziehen. Er ist unser potenzieller Taxifahrer, setzt sich gleich mit an den Tisch und bestellt ebenfalls Kaffee.

Kambodscha – Kaffee, ein kleines Glas gefüllt mit starkem Kaffee und einer 2cm dickflüssigen, süssen Schicht Kondensmilch, die sich am Boden absetzt. Serviert in einer Schale mit heissem Wasser, damit das Ganze heiss bleibt.

Natürlich zahlen wir auch Cheng Eangs‘ Kaffee, 3 Sol fuer 5 Glaeser, 0.87 Euro.

Wir warten im Taxi auf einen dritten Passagier, aus 10 Minuten wird eine Stunde und die Klimaanlage fühlt sich wie ein Kühlhaus an.

Hinter uns liegt ein riesiger, abgewetzter Plüschhund, auf der Heckscheibe klebt ein roter „University of Maryland“ Sticker und am Spiegel hängt ein kleiner Buddha – Altar.

Auf den staubigen Strassen ziehen Obstverkäufer, Mopeds und Taxis vorbei, eine alte Dame bürstet sich ihre Haare akribisch vor der Wechselstube, ein Mönch in organgefarbenem Gewand schaufelt Reis mit seiner rechten Hand in den Mund und ein beinloser Mann versucht vergebens sein Glück ein paar Sol zu erbetteln.

20 Dollar wird uns diese 1stuendige Fahrt kosten, das ist viel fuer Kambotscha, aber der richtige Preis fuer ein Taxi. Normalerweise ist es guenstiger seinen Transport mit lokalen Transportmitteln selbst zu organisieren, in diesem Fall geht es schneller und billiger, wenn man  in Bangkoks Backpacker-Strasse, Kao San Road, direkt einen Pick up bucht, denn der bringt die Reisenden in wenigen Stunden direkt nach Siem Reap.

Doch Plätze, an denen jeder sofort weiterzieht, sind gute Orte um zu bleiben. Die Grenze ist weder schoen, noch sauber, aber ein interessanter Mix aus Trubel, Geldmachern und gutem Kaffee.

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