Koh Tao, eine gelb-gruene Palmen- Insel,  mitten im Golf von Thailand, die sich auf Korallenriffen, wie eine Schildkroete, tao,  erhebt.  Hellblaues, kristallklares Wasser umrandet den Buddhafelsen, der wie ein Beschuetzer an der Spitze ragt.

Weibliche Touristen tragen tiefsitzende Thaihose, eine Mischung aus Rock und Hose, die Frauen extrem bequem und Maenner extrem unsexy finden. Sie tragen Plastikblumen im Haar, riechen nach Massageoel und haben geflochtene Rastazoepfe, die bei heller Kopfhaut sehr unschoen aussehen.

Chris skyped rechts von mir mit seinen Eltern und berichtet ueber die guenstigenTauchpreise, Makarena skypted links von mir mit ihrem Freund in Chile und vor mir bueffelt der Spanier Augusto fuer seine morgige Theoriepruefung des Tauchscheins.

Einen Tauchschein machen hier 90% der Besucher, denn der kostet nur 300 Dollar inkl. Unterkunft, fuer uns dennoch finanziell nicht mehr moeglich, wir versuchen von 18 Euro am Tag zu leben, um die letzten Monate unserer Reise zu ermoeglichen.

Makarena taucht auch nicht, reicht uns vergnuegt ihre Zippertuete, die immer prall gefuellt mit Suessigkeiten ist, Dropse, KitKats, Gummitiere, sie isst von allem nur ein bisschen, aber dafuer die ganze Zeit.

Das Rauschen der Wellen ist kraeftig und mischt sich mit einem starken Wind, der die Luft fuer wenige Sekunden etwas runterkuehlt. Die Restaurant spielen hauptsaechlich Rihanna-Cover-Songs, ich spreche mit meinem Vater, der oeberkoerperfrei im Buero sitzt und sich freut, dass auch Deutschland endlich einen Sommer erleben darf.

Unterm Tisch sitzt ist unser Hund, Santa, der uns jeden Schritt begleitet, nachts solange an der Tuer scharrt, bis wir ihn vor unserem Bett schlafen lassen und manchmal mit einer 3$ Pedigree- Dose gluecklich gemacht wird.

 – auch Thailand macht Urlauber gluecklich, Koh Tao ist perfekt fuer gestresste Gemueter, die ihren langersehnten Urlaub geniessen wollen. Ein bisschen schnorcheln, in der Sonne braten, sich massieren lassen und danach in einem Restaurant bewirten lassen. 

Hunger haben, bestellen und fuer 3$ essen. Komisch aber wahr, ich vermisse eine eigene Kueche.


Der Versuch zu shoppen, aber am Ende doch wieder zu geizig gewesen.


Auch uns hat das einige Tage gut getan, doch nach ueber 18 Monaten auf Reisen werden einem Restaurants, immersonnige Straende und Souvenirlaeden schnell ueber, wir ziehen weiter nach Bangkok und gehen Cochsurfen, um vom Touristenleben in den thailaendischen Alltag einzutauchen, denn der Mensch will ja grundsaetzlich immer das, was er gerade nicht hat.

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