Daniele ist krank, sehr schlapp, muede und fiebrig.
Ich denke es ist harmlos, er denkt er hat Gelbfieber. Ich bin geimpft, er nicht.
Ich habe Antibiotika, er nicht. Wer ist hier eigentlich der Arzt?
Ich kaufe Cola und Zwieback, Daniele isst lieber Tabletten, mehr als jeder normale Patient essen wuerde. Ich dachte immer ich waere ein Hypochonder und bin sehr froh dass ich kein Arzt bin.
Dennoch bleibe ich den Tag in Zimmernaehe, oftmals hilft es ja schon, wenn man weiss, dass jemand da ist, wenn es einem schlecht geht.
Am naechsten Tag ist alles wieder gut, ich lerne dass jeder Arzt erst mal vom Schlimmsten ausgehen muss, um danach Dinge auszuschliessen.

Wir verbringen einen wunderbaren Strandtag, alle Straende sind fuer ein paar Dollar mit dem Wassertaxi zu erreichen. Die Schwimmweste lege ich schon so routiniert an, als wuerde ich mich in Deutschland anschnallen.


Wir fahren zum viel beworbenen Red- Frog- Beach, der dummerweise auch noch Eintritt kostet. Der rote Frosch ist auch nicht anders, als ein gruener und wir sollen 1 Dollar dafuer dafuer zahlen ihn zu sehen.

Machen wir nicht und wir bleiben auch nicht an diesem Strand.
Zu viele Touristen, wir laufen 5 Minuten und kommen an einen menschenleeren Strand.

Jeder Strand ist anders und ich entdecke seit Wochen eine voellig neue Seite an mir: Auf  Baeumen klettern, habe ich als Kind irgendwie nie gemacht.

Allerdings unterschaetze ich einige morsche Aeste und lege mich nach diesem Foto ordentlich auf die Fresse – bin eben doch keine Gazelle.

Chris ist immer auf der Suche nach Holzstuecken, denn er ist nicht nur Arzt, sondern auch Tischler. Er sagt die Chirurgen sind nicht so weit entfernt von einem Tischler. Ich beobachte ihn, wie ich sein Holzstueck zersaegt und hoffe dass ich nie zu einem Chirurgen muss.

Die Abende verbringen wir in kleinen Restaurants auf Bootsstegen, meinen Futterneid wollte ich eigentlich ablegen, aber bei dieser Groessenverteilung der Cocktails (meine ist die linke Ananas),  fuehle ich mich doch sehr ungerecht behandelt.


Dafuer bekomme ich einen Fisch, obwohl nur Hamburger auf der Karte stehen, der ist totgebraten, aber ich nehme die Dinge gelassener.
Gib mir eine Haengematte und ich bin der gluecklichste Mensch der Welt.

Der Abend endet mit einer furchtbaren Lust auf Suesses und drei Schweizerinnen, die zufaellig Schweizer- Schokolade dabei haben.
Ich esse mehr als das Hoeflichkeitsstueck und schlafe zufrieden ein.

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