Jeder Reisende hat am Anfang seiner Reise ein leeres Buch dabei.
Fuer Tagebucheintraege, Notizen und wertvolle Tipps von anderen Reisenden. Jeden Tag treffe ich neue Menschen und jeder weiss etwas, das ich noch nicht weiss.

Verschiedene Handschriften fuellen mein Buch, unzaehlige Kleinigkeiten, die ich nicht vergessen moechte.

Doch Wissen ist nur wertvoll und Inspiration fuer Neues, wenn man es teilt.
Geht auf die Strasse und sprecht mal wieder mit den Menschen ueber mehr als das Wetter, die Arbeit oder Banalitaeten.
50 Tage unterwegs – hier ist ein bunter Mix, der in keinem Reisefuehrer zu finden ist und nur durch Gespraeche mit Anderen herauszufinden ist.

Hipster Disneyland in NY
Ein Stadtplan fuer einen perfekten New Yorker Nachmittag auf der Bedford Ave – von meinem ersten Couchsurfer auch als Hipster – Disneyland bezeichnet. Sommerkleid anziehen, einen Kaffee im El beit geniessen und New Yorker Kuenstlertypen beobachten.
Vegane Restaurant, Sofas, Sessel, Musik, grosse Brillen, Plattenlaeden und Wohlfuehlplatz.
Ein alternativer Mikrokosmos mitten in New York, durch die kleinen Gassen flanieren und um die Ecke zum besten Secondhandladen New Yorks biegen.
Beacons closet – alles nach Farben, anstatt nach Groessen sortiert.
Danach noch einmal um die Ecke biegen und den schoensten Blick auf Manhattan zum Sonnenuntergang geniessen – von Marie, die mich auch waehrend meiner Reise mit ruehrenden E-Mails bereichert.

 Niemandsland in Ecuador
Seitdem ich reise, begegnet mir staendig das Wort: „Volunteering“.
Freiwilligenarbeit auf Farmen fuer kostenlose Unterkunft, Verpflegung und manchmal auch Spanischunterricht.
Du kannst etwas ueber Farmarbeit in anderen Laendern lernen, lebst wirklich mit Einheimischen zusammen und kannst dein Budget ein bisschen schonen.  Ich treffe einen hyperaktiven Amerikaner, mit dem klangvollen Namen Jamie Bloomfield. Er sieht eher aus, als wuerde er jeden Tag Partys feiern, aber erzaehlt mir mit leuchtenden Augen von seinen Monaten auf verschiedenen Farmen. So kann man sich taeuschen. Er berichtet mir von einer Farm in Ecuador mit dem noch schoeneren Namen: Neverland.
Es zieht mich gedanklich schon die ganze Zeit nach Ecuador und auf eine Farm und jetzt heisst die auch noch Niemandsland.
Manchmal triffst du richtigen Menschen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Wenn es Euch interessiert, eine Erfahrung, die ihr nur mit eurem Arbeitseinsatz bezahlt. Kein stupides Erdbeerpfluecken, sondern leben auf einer Farm.
Die drei Favoriten von Jamie Bloomfield, alle auch im Internet zu finden.



Was auf die Ohren von einem britischen Sympathietraeger.

Musik, Musik, Musik von Adam aus England.
Adam ist ein Typ den jeder mag, ein echter Sympathietraeger.
Ich kenne solche Typen, ich hatte eine Beziehung mit einem von ihnen.
Sehr unterhaltsam, immer in der Mitte von jedem Stammtisch und ein guter Geschichtenerzaehler.
Geschenkt moechte ich diese Sorte Mann nicht mehr haben, denn die hast du eben nie allein. Ich bin Adam jetzt an drei Orten begegnet, er ist seit 18 Monaten unterwegs und immer auf der Suche nach neuer Musik.
Hier seine ultimative Best Of Liste, vielleicht ist auch was fuer Euch dabei, denn bekanntlich ist der britische Musikgeschmack ja besser als ihr Essen.

Ein Brief von einem Libanesen aus London – mit einem „very, fucking cool place“ in Peru.
Ich treffe Kheiry nur fuer einen Tag in Costa Rica in der Tierrettungsstation. Er lobt meine perfekten Aussprache seines Namens. Klingt fuer mich sehr hebraeisch und fuer diese harten Woerte habe ich wirklich ein Talent.
Er erzaehlt mir von dem schoensten Platz in Peru, aber viel mehr mochte ich die Art, wie er mir die Info gab.
Natuerlich haette er den Ort einfach in mein Buch schreiben koennen, hat er aber nicht, er sagte es in einem Brief – den ich erst lesen durfte,  als er abgereist war. Schreibt doch mal wieder einen Brief, denn nichts ist persoenlicher in unserem „ueberall erreichbaren Email-Zeitalter“.

Ein Paul Theroux Zitat von einer Finnin.
Ich treffe Elina zuerst mit ihrem Freund, doch fuer die naechsten Monate wird sie alleine reisen, um in Peru zu studieren.
Wir verbringen einige Tage miteinander und ich schaetze ihre nordeuropaeische Art. Sie sagt etwas, wenn es etwas zu sagen gibt und ansonsten eben nicht. Menschen, die nicht gleich am ersten Tag versuchen Dich zu beeindrucken, uberraschen dich jeden Tag mit einer neuen Facette.
Wir teilen einige mittelamerikanische Partyerlebnisse, die gemeinsame Haehnchennacht und dieses wahre Paul Theroux Zitat.
Gesichtet in einem Hostel in Costa Rica auf deutsch: „Touristen wissen nicht wo sie gewesen sind, Reisende wissen nicht, wo sie sein werden“

Und auch ich weiss nicht, wohin ich gehen werde und was auf den naechsten Seiten von meinem Buch stehen wird, denn dieses Gefuehl scheint die Freiheit zu sein.

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