Wir geniessen die Sonne vor unserem Raum – um 10:30 Uhr werden wir abgeholt – heute machen wir Extremo Canopy.

Ich mache nie irgendetwas Extremes – ich habe immer Angst, aber heute nicht.
Es gibt die harmlose und die extreme Tour  – Shabi und Liko melden sich (und mich gleich mit) fuer „Extrem“ an inklusive Superman.
Ich habe keine Ahnung, was mich beim Superman erwartet, die Israelis wirken sehr entspannt, ich mache mir also keine grossen Gedanken.

Dann werden wir angeschnallt und nach diesem Erinnerungsfoto wuerde es mir jetzt eigentlich reichen.

Es folgt eine Erklaerung, was bei welcher Situation zu tun ist. Abbremsen, schneller werden oder Handgriffe wenn man sich verdreht.
Sich verdreht? – ich versuche wirklich genau zuzuhoeren, denn es scheint so, als waere ich wirklich allein an diesem Seil.

Gott sei Dank ist in meiner Gruppe eine Familien mit Kindern und ich denke mir, wenn die Kinder das machen, werde ich es wohl auch hinbekommen.
Ich zeige meinen israelischen Freunden noch mehrmals meine Handgriffe bei Notfallsituationen und vergewissere mich, ob ich es wirklich richtig verstanden habe.
Ich kenne mich, hoere nie richtig zu und wenns dann soweit ist, frag ich noch mal nach.
Da oben ist aber niemand zum fragen.

Und dann gehts ab, mein erster Flug an einem Seil. (leider ohne Foto, denn ich entschied mich fuer die Sicherheit)
Hier mal ein Foto von der Internetseite, so sieht meine Fahrt aus.

Ich fliege von Baum zu Baum an einem Seil mitten im Regenwald.
500 Meter vom Boden entfernt, 400 Meter Seillaenge – in Mittelamerika.
Den Regenwald kenne ich nur von Projekten wie „Rettet den Regenwald“ und jetzt haenge ich hier in den Baumkronen.
Es ist sehr windig und sehr hoch, ich denke kurz darueber nach, was passiert wenn das Seil reist.
Ich verwerfe den Gedanken und geniesse  – das ist das extremste was ich je gemacht habe.
Das fuehlt sich lebensgefaehrlich an!
Die Geschwindigkeit ist so schnell, kein Mensch zu sehen, ich fliege ueber Taeler und sehe auf der anderen Seite den Pazifik.

Adrenalin, Adrenalin, Adrenalin!

Nach 10 Fluegen folgt der schwingendene Tarzan  – freier Fall und dann auspendeln. Das Gefuehl, wenn du faellst – unglaublich.
Wir haben 5 Dollar mehr gezahlt und duerfen als Kroenung den Superman machen.

Ich fliege, ich fliege, ich fliege – durch den Regenwald!

Nach 3 Stunden sind wir fertig, meine Haende und Fuesse zittern – ich kann nicht aufhoeren zu lachen.
Das ist mein schoenster Tag in Costa Rica, ich bin froh, dass ich es gemacht habe.

Ich will noch mal!!

Die Israelis fahren leider weiter, ich entscheide mich zu bleiben, denn heute bekomme ich Besuch aus Deutschland.

Hier in Monteverde, kreuzen sich unsere Wege, ich auf dem Weg zur Karibik und Christoph auf dem Weg zum Pazifik.
Wir chillen in der Abendsonne und ich besuche eine „hohere Klasse“ Unterkunft.

In diesem Hostel haben die Urlauber Autos, Fernseher und eigene Duschen.

Noch fehlt mir das nicht, aber die deutschen Gummitierchen sind einfach koestlich.

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