Ich verlasse Dominical und lande in Montezuma.

8 Naechte Dominical – ich koennte noch laenger bleiben, der Ort und die Menschen sind mir ans Herz gewachsen.
Ich fuehle mich zu Hause – aber wenn ich das Gefuehl habe alles zu kennen, ist es Zeit zu gehen und wir gehen.

Tara und Glen folgen mir – wir sind jetzt ein kanadisch – irlaendisches – deutsches Trio.
Tal bringt uns zum Bus und traegt gluecklicherweise meinen Rucksack, der mittlerweise unertraeglich schwer geworden ist.

Ich verabschiede mich schnell vom Obsthaendler meines Vetrauens, er brachte mir die Worte: Banane (platano), Ananas (pina) und Wassermelone (sandia) bei.

Wir starten bester Laune um 8:30 Uhr mit Bus Nummer 1, 3 Stunden Fahrtzeit fuer 3 Dollar, wir landen in Quepos am Busbahnhof.

Ein Schnellboot koennte uns jetzt fuer 30 Dollar ans Ziel bringen, 30 Dollar bedeuten fuer uns aber 3 Uebernachtungen – wir waehlen den langen, guenstigen Weg und steigen in Bus Nummer 2 fuer 3 Dollar.

Ich befolge noch schnell den Alaska -Tipp und kaufe mir fuer die naechste Busfahrt Tortillas und schwarze Bohnenpaste – ein folgenschwerer Fehler.
Im Bus stelle ich fest, dass ich anstatt Bohnenpaste, Bohnen in Bohnenwasser gekauft habe und das ist auf einer 3stuendigen, kurvenreichen Busfahrt eine ziemlich unschoene Angelegenheit.

Es schmeckt trotzdem vorzueglich, ich esse so viel bis mir schlecht ist, habe aber wieder Glueck mit meiner Platzwahl – Notausgang inkl. Beinfreiheit.

In Puntaarenas muessen wir eine Stunde auf die Faehre warten. Es ist einer dieser Orte, die einen anfaellig fuer Diebstaehle machen.
Viele Reisende, viele Verkaeufer, viel Stimmengewirr – und das Ganze nach so langer Zeit an einem einsamen Strand.
Ich habe die letzte Nacht kaum geschlafen, die Mittagsonne knallt mir auf den Kopf und ich bin in einer leicht sentimentalen Dominical- Laune

Wir besteigen die Faehre.
Die Fahrt ist eine willkommende Abwechslung, freie Sicht, eine herrlich, frische Brise und ich lerne eine argentinische Yogalehrerin kennen.


Wir erreichen das andere Ufer und muessen sofort in den naechsten Bus steigen, langsam habe ich genug, das ist jetzt der 3. Bus.
Im Bus sind alle Fenster geoeffnet, das ist sehr angenehm bei 35 Grad, aber mein Haargummi liegt leider irgendwo im Rucksack und meine Haare stressen mich.


Der Tag neigt sich allmaehlich dem Ende zu, Costa Rica zeigt uns sein schoenstes Abendsonnen – Gesicht und wir sind in 5 Minuten am Ziel.



Wir scherzen herrum, freuen uns nach 10 Stunden endlich am Ziel zu sein – und beziehen unser 3 Bettzimmer.


Die Matraze ist stark durchgelegen und weist ein extremes Gefaelle auf. Es gibt nur einen Schluessel fuer 3 Personen und keinen Safe.
Dafuer ist unsere Unterkunft direkt in einer Strandbucht, umsaeumt von Haengematten und Kokusnusspalmen.

Wir schiessen ein letztes Gute- Nacht- Bild und Glen will so fotografiert werden, dass alle denken, er waere auf diesem Foto nackt.

Ist er natuerlich nicht, aber das scheint der irische Humor zu sein. Bruellend komisch.

Tara freut sich, dass wir jetzt „Roomies“ sind  – ich ahne noch nicht, dass morgen „Valentine“ ist und ein Spaghettie- Drama auf mich wartet.

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