Nach der Ladies – Night habe ich einen Kater und einen miesen Tag.
Ich schreibe nach Deutschland und bekomme sofort eine aufbauende Antwort, danke Emily, es hat sich angefuehlt, als waerst du da gewesen.

Ich unternehme den 1. Surfversuch. Die groesste Arbeit ist aber hinter die Wellen zu paddeln und ich mache zwei neue Erfahrungen. Unter Wasser zu sein, das Surfbrett ueber dir zu haben und in Panik zu geraten, ist grausam.
Um so schoener ist das Gefuehl wieder Luft zu bekommen und die Geschwindigekeit einer Welle zu spueren. Freiheit!

Meine Posing ist noch nicht surfergerecht, das naechste Mal versuche ichs genau so cool, wie England und Irland.

Wir beschliessen nach all der Faulenzerei eine Ausflug zu unternehmen – Reptilienpark.


Die Lonely- Planet Beschreibung haette uns hellhoerig machen sollen: „Ideal fuer Familien mit Kindern“. Genauso ist es, ich habe noch nie 10 Dollar fuer etwas langweiligeres gezahlt.
Wir sehen Krokodile und Schildkroeten aus Afrika, macht Sinn, wenn man in Costa Rica, einem der artenreichsten Laender ist.


Wir verbringen die letzte Tage zusammen, machen Feuer am Strand, trinken Rum und fuehlen uns wie Hippies.

Ich stehe an meinem letzten Morgen extra frueh auf, obwohl die letzte Nacht lang war.
Die Morgenstunden sind am schoensten, die Straende sind leer und es liegt ein leichter Nebel ueber den Tropen.


Ich treffe die Alaska Truppe in der Gemeinschaftskueche und lasse mir ihre kulinarischen Highlights erklaeren. Sieht aus wie Hundfutter, ist aber schwarze Bohnenpaste und schmeckt koestlich zu den Tortillas.

Sie sind ausserdem erstaunt, dass ich kein PB & J (Peanut Butter und Jelly) kenne. Scheint soetwas wie das deutsche Nutellabrot zu sein. Sie beantworten mir geduldig alle Fragen zu Alaska, erzaehlen mir von Polarlichtern, Sarah Palin, den grossen Entfernungen, der staendigen Dunkelheit und einem massivem Alkoholproblem im Land.

Sie bringen mir den richtigen Slang und Blick fuer „Whats up“ bei und wann ich was bei welcher Person anwenden muss. Eine sehr witzige Truppe diese Alaska – Gang, ich spiele mit dem Gedanken mal nach Alaska zu fliegen.

Wir wundern uns am Abend, warum wir die einzigen Gaeste in der Bar sind, erfahren spaeter das der Besitzer in einer anderen Bar herum geschossen hat und jetzt gemieden wird.
Wir sind heil nach Hause gekommen.

Ich habe eine wunderbare, aber kurze letzte Nacht und weiss noch nicht, dass mich morgen 3 Busse, 1 Boot und Bohnen in Bohnenwasser erwarten.

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