(Und das koennte wohl auch ein schoener Titel fuer einen leicht, erotischen Schundroman sein)

Alltag im Paradies, ich geniesse den Strand, die Menschen und koche in dreckigen Kuechen.

Der zentrale Punkt ist die Rezeption, Adam kann mit dem selben Akkord mehrere Lieder anspielen und ich hoere sein Medley aus: „No Woman, no cry“, „Happy Ending“, „Pokerface“ und „Barbie Girl“ etliche Male.

Ich hab mich in den britischen Akzent verliebt – und scheine die Aussprache schnell umzusetzten, denn ich werde gefragt, ob ich aus England komme.
Gut, besser als wenn Dir jemand den deutschen Akzent unterstellt.

Der Neuankoemmling des Tages ist Glen aus Irland. Er hat ein breites Grinsen, eine offene Art und quatscht ohne Punkt und Komma in schwer verstaendlichem Englisch.

Ich lerne von ihm, dass jeder Irlaender auch noch eine irlaendische Sprachen sprechen sollte.
Immer wenn die Grossmutter sagt „Ach sprich doch mal ein bisschen irish“, koennen alle Irlaender nur die Worte:
„An will kaet agon dul go di on leheres“ (Kann ich bitte auf die Toilette gehen?), „Pog mo hoan“ (Leck mich am Arsch), „Baha“ (Whiskey) und „Slansche“ (Prost)

Er kauft dem texikanisches Duo das 1. Stirnband ab – die Aufteilung ist klar geregelt, Amber verkauft und Abby uebernimmt die Kostenkontrolle.

Am Abend findet sich auch der erste Kunde fuer den Haarschnitt, das Bier on top ist ein echter Verkaufsknueller, dennoch ist klar zu sehen, dass Amber nie in ihrem Leben professionell Haare geschnitten hat.
Stoert aber niemanden und alle sind gluecklich.

Einmal die Woche findet die „Ladies Night“ auf der Hauptstrasse statt.
Die Frauen bekommen Rum-Schnaepse umsonst und die Einheimischen warten darauf, dass die weissen Frauen betrunken werden.
Die Musik wuerde ich in Deutschland scheusslich finden, aber wir sind eine grosse Gruppe und haben wirklich Spass.
Die  „Black Eyed Peas Nummer: „Time of my life“ ist der angesagteste Hit in Mittelamerika und laeuft in Dauerschleife.

Ich kaufe mir eine Flasche eiskalte Cola und fuelle mit Rum-Schnaepsen auf, so kostet mich der Abend 3 Dollar.
Seitdem ich in Costa Rica bin liebe ich dieses Getraenk – frisch, stark und perfekt fuer heisse Sommernaechte.

Irgendwann sind wir die letzten und stuermen die Tanzflaeche, eine Mischung aus Salsa, Dirty Dancing und Freestyle.
Vielleicht sehen wir auch einfach nur bescheuert aus, aber wir sind betrunken und fuehlen uns wie die Helden der Tanzflaeche.
Der Brite ueberrascht mit einem extrem guten Tanzstil und einem noch besseren Humor!

Dafuer gibt es morgen, Katerstimmung, afrikanische Krokodile und den 1. Surfversuch.

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