Das Empire State Building  – nach der Zerstörung des World Trade Centers das höchste Gebäude New Yorks.
Ich hatte meine Anlaufschwierigkeiten mit der beliebten Touristenattraktion.

Beim 1. Mal wurde mit mitgeteilt, dass es keine Ermäßigungen mehr gibt, wenn ich einen Presseausweis besitze. Ich gehe.

Beim 2. Mal blinkt der Akku meiner Kamera und ohne Fotos werde ich sicher nicht 21 Dollar ausgeben. Ich gehe wieder.

Beim 3. Mal habe ich Kreditkarte und zwei geladene Akkus dabei und gehe erst mal in den Starbucks.


Mein Frühstück besteht heute wieder aus einem Kuchen, mit der Kalorienanzahl einer Schokolade und ich bekomme einen neuen Namen.

Das Starbucks– System mit „Sag mir deinen Namen, ich schreibe ihn auf den Becher und gleich wirst Du aufgerufen“ fand ich schon immer gewollt kumpelhaft.
Und sofort brüllt auch schon der erste fröhliche Mitarbeiter durch die Filiale: „J-A- N-I-E“, (gesprochen Dschaaa–niee), langes „a“.
Ich denke mir nur, was das für ein bescheuerter Vorname ist.

In der Warteschlange stehen nur eine dicke, schwarze Frau und ich.
Sie reagiert nicht.

Nach mehrmaligem Aufrufen verstehe ich langsam, dass er wohl mich meint.
Leicht errötet nehme ich meinen Cappuccino, jetzt denkt hier wirklich jeder in dem Laden ich heiße Janie.
Was ist bitte so schwer an:  J-e-n-n-y.


Ankunft im Empire State Building, doch zuerst ein Sicherheits-Check, sie wollen meinen Kaffee kontrollieren.
Außer dem „Janie – Schriftzug“ ist mit dem alles in Ordnung.


Etage 102 (373m)  kostet 15 Dollar Aufpreis, mir reichen die 21 Dollar und ich steige in Etage 86 (320m) aus.
Alle sagen, dass muss man mal gemacht haben und sie haben absolut Recht, denn das ist die Aussicht.


Im Internet stand, die Wartezeit kann bis zu 3 Stunden betragen – aber nicht im Januar, der Touristenansturm ist überschaubar.


…und es müssen ja auch noch ein paar Menschen da sein, um ein Foto von mir  zu machen.


Ein sehr besonderer Platz,  ein bisschen wie der Sonnenuntergang in Santorini, zu schön um zu genießen.
Bei so vielen Motiven möchte ich jeden Winkel aufnehmen.
Ich mache über 300 Bilder mit fast identischen Motiven – Keine Angst, hier nur ein Best Of.


Die Freiheitsstatue, war für mich immer das Zeichen von New York, dabei ist sie so unscheinbar.


Innen wurde wirklich mitgedacht, es gibt eine Spiegelwand mit der perfekten Aussicht zum fotografieren.
Zum Glück kennt mich hier niemand, es sieht nämlich sehr albern aus, in einen Spiegel zu grinsen.


Die perfekte Uhrzeit – um 16:30 Uhr kommen und New York bei Tag und Nacht aufnehmen.
Ich kann leider nur die Abenddämmerung vorweisen, weil ich keine halbe Stunde mehr warten will.

Mir wird heute wirklich bewußt, dass ich noch eine lange Reise vor mir habe und noch viele Orte sehen werde.
Alle die über das Empire State Building sagen, dass muss man gesehen haben, sagen auch, noch mal müssen sie nicht rauf.

Ich werde mir später noch wünschen, ich hätte wenigstens noch ein halbe Stunde gewartet, um wieder runter zu fahren.

New York bei Nacht habe ich mir damit leider vergeben, schließe mich aber an: „Muss man gesehen haben“ und kann man genau wie den griechischen Sonnenuntergang nicht fotografieren.

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