Der Kater kackt vor`s Katzenklo

MoMA – The Museum of Modern Art.
Gewöhnlich zahlt man 20 Dollar pro Person.
Jeden Freitag, von 16:00 bis 20:00 Uhr ist der Eintritt frei.

Ich verpasse die erste Gratisstunde, denn der Kater befand die Katzentoilette als unbefriedigend und – machte sein Häufchen demonstrativ davor.

Ich reinige alles besonders akribisch, schnappe mir den amerikanischen Supersauger und gebe dem Kater noch etwas mehr Aufmerksamkeit.

Zurück zum Ursprungsplan.
Ich entschließe mich zu einem Spaziergang, denn das Appartment liegt so zentral, dass eigentlich immer alles um die Ecke liegt.

Es ist Rush Hour, die Menschen sind besonders schnell unterwegs und ich schaue lieber nach oben.
Die Häuser sehen alle sehr ähnlich aus, ergeben aber aus jedem Blickwinkel ein anderes Bild der Symmetrie.

Wunderschön.


Ich erreiche mein Ziel, ohne mich dabei zu verlaufen.
Das passiert mir erst im Museum.


Ich gerate ungeplant in eine Küchenausstellung  – der Wandel der Küche in verschiedenen Zeitepochen.
Naja. Das ist also meine erste Kunst in New York.
Inklusive deutschsprachigen Plakaten.

Ich wechsel weiter in die Malerei und sehe zwei sehr schöne Bilder –
obwohl ich gelb und orange nicht sonderlich mag.

Bei den New Yorkern weckt dagegen eher das schwarze Bild besonderes Interesse.
Für mich ist das irgendwie kein Bild, ich bleibe aber auch stehen.


Außerdem ein Renner: das Band, das zwischen zwei Ventilatoren schwebt.

Mmhhhh…
Das ist New York oder Kunst – ich habe von beidem keine Ahnung  und schaue mir lieber die Menschen an.

„I wanna be a hipster“

Die Stimmung im Museum ist sehr angenehm, es sind viele Kunstinteressierte da,  alle sind sehr rücksichtsvoll und durchgestylt.
Diese Dame im roten Mantel ist der klassische „Hipster“ mit dem wichtigsten Erkennungszeichen – dem kleinen Fuchsschwanz für jeden Tag.

„Ein Hipster war ein Angehöriger einer hauptsächlich in den USA verbreiteten, urbanen Subkultur der Mitte des 20. Jahrhunderts.
Der Hipster ist eine modernere, amerikanische Ausprägung des europäischen Bohemien des 19. und frühen 20. Jahrhundert“

Quelle: wikipedia

Es ist herrlich die Menschen in NY zu beobachten.
Während alle davon reden, wie out der Hipster Look bereits hier ist (obwohl ihn alle noch tragen) finde ich alles sehr inspirierend.

Es muss ja nicht verkehrt sein, wenn viele Menschen einen Zeitgeist transportieren. Seid stolz auf Euch, ihr Hipster, ihr bringt Farbe in die Welt!

New York gibt Euch den idealen Lebensraum – und keiner weiß das mehr zu schätzen.

Die Männer tragen überwiegend rot-schwarze Karohemden und einen ungepflegten Vollbart.
Ich traf vor einem Jahr einen Mann in Deutschland – der hatte den selben Look.
Und ich dachte noch, dem gehts gerade nicht gut.
Dabei war der schon so New York.

Ich habe nur noch eine Stunde Zeit, dann ist die kostenlose Besuchzeit schon wieder vorbei.
Im Schnelldurchlauf gehe ich erst mal ins Cafe – nur ein kleiner Schokokuchen.

Danach noch „The big picture“ – damit mache ich nichts falsch, fotografieren ist hier aber nicht mehr erlaubt.

Fazit: Unbedingt empfehlenswert.
Es ist nur schlauer, pünktlich zu sein und gleich die kostenlosen Kopfhörer mit einer Führung zu benutzen.

Die habe ich erst beim Gehen  entdeckt, sonst hätte ich euch sicher mehr über Kunst erzählen können.

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