Ich kenne das Jivamukti – Yoga bereits aus München.
Da der Ursprung in New York liegt, wollte ich schon immer mal hier her.

Doch einfach ins Center gehen und einen Kurs besuchen klappt nicht.
Nach einer langwierigen Onlineanmeldung, wundere ich mich, dass ich nicht noch mein Sternzeichen angeben muss.
5 Stunden für 95 Dollar – aber was sein muss, muss sein.

Mitten in New York – am Union Square fahre ich in den 2 Stock und stehe sofort an der Anmeldung.

Das Studio in München kam mir schon immer sehr kommerziell vor.
Jetzt weiß ich, kommerziell ist etwas anderes.
Hier gibt es einen Büchershop, ein Restaurant und sehr viele hippe Menschen.
Eine straffe Organisation und eine merkwürdige Spiritualität.

Auch hier geht alles sehr schnell, innerhalb einer Minute wird mir das komplette Center erklärt und ich bekomme die Guidelines in die Hand gedrückt.
Besonders witzig, die Aufforderung, keine aufreizende Kleidung zu tragen.


Die Praxis sieht anders aus. In New York ist es nicht anders als in München.
Übergewichtige Menschen sind selten und es geht auch hier um sehen und gesehen werden.

Bei diesem Stundenpreis liegt es auch auf der Hand, dass das Center dir eine tägliche Praxis nahe legt.

Mein Lehrer sieht auf der Online- Seite  schon nicht sonderlich gelenkig aus, besticht aber in der Stunde zusätzlich mit einem kleinen Bierbauch.

Es gibt hier keinen Platz zwischen den Matten, alle Yogis neben mir finden es unglaublich: awesome, dass ich hier bin.
Gut, nach einer Woche NY weiß ich, dass es nichts bedeutet, wenn dich jemand: „Honey“ und „Sweety“ nennt und alles „awesome“ findet.

Die Stunde ist genial, ich hatte Bedenken, ob ich in englisch alles verstehe, aber es funktioniert ohne Probleme.
Die New Yorker sind sehr viel weniger motiviert, als die Münchner Yogis.
Sie zahlen 20 Euro pro Stunde und sitzen sehr oft nur herrum.
Kein Lehrer ermahnt sie, es wenigstens zu probieren, jeder darf sich frei fühlen.

Die Entspannung verläuft etwas anders, der Raum ist komplett verdunkelt,
drei Lehrer laufen mit einer Kerze durch den Raum und massieren zu lauter Elektro-Musik deinen Nacken.
Ich bin sehr entspannt und weiß noch nicht, dass mich am nächsten Tag ein tierischer Muskelkater erwartet.


Anmerkung zu diesem Foto:
Die Fotografin fand dieses Bild auch „awesome“.
Das nächste Mal werde ich es checken, denn sie hat anscheinend keine Ahnung wie ein „awesome Bild“ aussieht.

Dennoch freue ich mich auf meine nächsten 4 Yogastunden!

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